Goodbye 2017, Welcome 2018

Bonjour Cherie,

kaum ist das alte Jahr vorbei, denken wir bereits an das Neue, oder? Die Zeit ist gekommen, wo wir Vorsätze für das kommende Jahr fassen, Hoffnung in der Luft liegt und die Vorfreude auf neue Abenteuer alles andere übertönt.

2017 hatte einige Überraschungen für mich übrig. Ich sah Orte, an denen ich noch nie gewesen bin, traf alte Freunde und schloss sie direkt ins Herz, sammelte interessante Erfahrungen, war erstmalig Gast auf einer Hochzeit und so weiter. Auf der anderen Seite kam ich an meine Grenzen und habe menschliche Abgründe kennengelernt von denen ich dachte, sie würden nicht existieren, Enttäuschungen, die ich nie erwartet hätte.

All das gehört zum Leben dazu, würde ich sagen.

Das Ende des Jahres macht mich einerseits sentimental, andererseits kann ich es kaum erwarten von vorn zu beginnen, nach dem Motto „Alles wird besser“.

Und das soll es auch werden. Es gibt Aspekte, die mich stören und nachdenklich stimmen. Damit mein nächstes Jahr erfolgreich wird, habe ich mir drei Vorsätze gefasst, die hoffentlich am 2. Januar nicht gleich verpuffen.

#1 Weniger stressen lassen.

„Chill doch mal!“ Sagen dir das deine Freunde und Verwandte auch alle paar Tage und du kannst es doch nicht? So geht es mir. Selbst wenn ich morgens aufstehe und zu lange im Bad brauche, weil meine Augen nicht aufgehen wollen und dann feststelle, dass ich in zehn Minuten den Bus nehmen muss und dabei mehr als genervt eine süße Umarmung von meinem Liebsten ausschlage, kann ich nicht anders als gestresst in den Tag starten. Oder wenn ich merke, dass die Deadlines sich überschlagen, weil man an fünf Projekten gleichzeitig arbeitet und dann noch gut gelaunt und hyper freundlich sein soll. Das sind meine absoluten Horrormomente. Meine Reaktion darauf ist launisch, antipathisch und gereizt. Ich weiß das und will am Liebsten kein Kontakt zur Spezies ‚Mensch‘ und in ein schwarzes Loch verschwinden. Leider kommt man nicht darum ich rum und muss funktionieren und im schlimmsten Falle verliert man all seine Karmapunkte vom Vortag, als man einer Omi über die Straße geholfen hat. Oje!

Von daher ist mein Vorsatz Nummer 1: sich weniger stressen zu lassen.

Ob und wie ich das schaffe, wirst du sicher hier irgendwann im kommenden Jahr zu lesen bekommen.

#2 Das Smartphone öfter beiseite legen.

Bist du auch so ein Smombie wie ich? In der Uni, auf der Arbeit, eigentlich überall hab ich es dabei. Man könnte doch etwas verpassen, oder? Problem dabei ist, dass man sich so sehr auf sein Smartphone fixiert und dabei vollkommen seine Umwelt ausblendet – weil Multitasking eine leere Phrase ist und nicht existiert. Kannst du denn lesen und nebenbei mit jemandem reden? Damit meine ich nicht „ja, genau, aha“, sondern vollständige Sätze austauschen und dabei noch verstehen worum es in dem Buch geht, das du gerade liest. Nö!

Es ist total unnötig und unhöflich, wenn man im Gespräch mal eben auf sein Smartphone schaut. Ich komme mir dabei wie zweite Wahl vor und als wäre das, was ich von mir gebe, absolut uninteressant – eine Wand würde mir wahrscheinlich besser zuhören und meine Erwartung ihr gegenüber ist, dass ich keine Antwort bekomme, weshalb mich das weniger verletzt.

Dann ist da noch der Fakt der ständigen Erreichbarkeit. Wenn du mal ehrlich zu dir selbst bist, wird doch erwartet, dass man sofort eine Antwort bei WhatsApp erhält, oder? Du selbst fragst dich doch warum du keine bekommst, obwohl sie gelesen wurde.

Es wird seine Gründe haben weshalb man nicht reagiert. Entweder man bekommt, so wie ich, um 23 Uhr Nachrichten, weil an der PowerPoint für die Präsentation nächste Woche noch etwas geändert wurde oder das zehnte nutzlose Textbild verschickt wurde, welches ich eh nicht herunterlade.

2018 wird für mich ein experimentelles Jahr, wo ich mein Smartphone-Konsum runterschrauben will – nennen wir es „Digital Detox“. Ich bin sehr gespannt, ob ich das durchhalte! Mehr dazu bald in meinem Blog natürlich.

Also Cherie, Smartphone weg und besser leben!

#3 Meine Freunde und Familie mehr in mein Leben einbeziehen.

Ich glaube, ich kann an meinen zwei Händen abzählen, wie oft ich meine Eltern und meine besten Freunde das letzte Jahr gesehen habe. Shame on me!

Woran liegt das?

Natürlich Zeitmanagement. Uni und Arbeit fressen förmlich die Zeit. Allein um zur Uni zu kommen brauche ich täglich eine Stunde hin und ebenso zurück. Das ist besonders erfreulich, wenn man 1,5h Vorlesungen besucht oder welche, die dir persönlich nicht viel an Input bringen. Leider kann man seinen Stundenplan nur bedingt beeinflussen und da spielt meistens eine andere Komponente die erste Geige: wie verknüpfe ich die Uni mit meinem Job?

Den Rest überlasse ich dir. Furchtbar, oder?

Nachdem meine tägliche Routine vonstatten gegangen ist, hätte ich theoretisch Zeit meine sozialen Kontakte zu pflegen. Naja, theoretisch. Praktisch sieht das anders aus. Ich bin müde und will einfach nur nach Hause und schlafen. Mal davon abgesehen, dass man eigentlich was für die Uni machen müsste und deine Projektgruppe dir zehn Nachrichten bei WhatsApp hinterlassen hat. Das schlechte Gewissen ist vorprogrammiert und die Entspannung dahin.

Du kannst nur an das Verständnis der anderen appellieren aber selbst das löst sich spätestens nach der dritten Absage in stille Wut auf. Ihr entfremdet euch und geht euch aus dem Weg. All das, weil du dir keine Zeit genommen hast deine Situation zu erklären und kein Interesse an deinem Gegenüber zeigst. Ich glaube, so wird man einsam.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Heilung.

2018 möchte ich mehr Zeit mit meinen Eltern und meinen Freunden verbringen. Sei es kurz spazieren gehen oder mal einen Kaffee trinken.

Challenge accepted!

Meine Beste und ich
Viel zu lange her | Viktoria Park, Berlin

Und nun die Worte zum Sonntag (haha):

Steck deine Ziele nicht zu hoch und nimm dir nicht zu viel vor. Die Enttäuschung über dein vermutliches Versagen wird dir den Boden unter den Füßen wegziehen. Mit kleinen Schritten kommt man auch zum Ziel, es dauert eben länger aber dafür ist man am Ende umso stolzer es erreicht zu haben.

Das war jetzt der pessimistische Part. Hier die eher positiven Worte:

Komm gut in das neue Jahr, egal wie und ob du feierst! Pass auf dich auf und übertreibs nicht mit dem Champus, Cherie!

Bis bald,

Deine Julie

 

 


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