Berliner Mädchen unterwegs in Berlin - Teil 1

In seiner eigenen Stadt unterwegs auf der Suche nach spannenden Plätzen zum Fotografieren. Egal, ob für den eigenen Blog, Instagram oder das Fotoalbum. Gemeinsam mit Freunden erkunde ich meine Stadt ↬ Berlin nach tollen Fotospots. Dabei passieren nicht nur erfreuliche Dinge. Erfahre mehr darüber in meiner mehrteiligen Blogpost-Reihe. Teil 1.


Bonjour Cherie,

egal wo du herkommst, findest du es teilweise auch befremdlich an Orten wiederzukehren, die du in deiner Vergangenheit so gut wie deine linke Westentasche kanntest? Plötzlich bist du dort, erkennst Vieles wieder. Nach all den Jahren bist du dennoch fasziniert wie schön es dort ist und lernst die Umwelt erneut kennen – als hätte man einen Freund Jahre lang nicht gesehen und man trifft sich auf einen Kaffee. Du siehst Wände, Steine und Bänke, die du zwar kennst aber mit anderen Augen betrachtest: als den perfekten Ort für ein Foto.

Eine Einführung – Wo ich herkomme

Ich bin in Mitte aufgewachsen. Genauer gesagt in der Swinemünderstraße. Meine Kindheit verbrachte ich größtenteils schreiend vor Freude auf dem Arkonaplatz, ein Spielplatz. Gegenüber befindet sich eine Schule, meine alte Grundschule – heute eine Europaschule. Was es nicht so gibt. Ich sehe mich auf Inlinern durch die Straßen rollen. Die Gehsteige sind dort wunderbar glatt und hervorragend geeignet, um smooth voran zu kommen. Mit meiner damaligen Grundschul-Gang habe ich viel erlebt. Wir sind mit dem Puppen-Kinderwagen durch die Gegend gelaufen, haben Mutter-Vater-Kind gespielt oder uns auf dem Spielplatz ausgetobt. In Schulzeiten wurde man zum Ausdauerlauf gezwungen und so hat der Spielplatz zum einen seine freudigen, zum anderen seine nervigen Erinnerungen. Heute betrachtet erkenne ich diesen Ort kaum wieder. Viele Geräte sind ersetzt worden, die Parkanlagen teils ungepflegt, der Dönerladen um die Ecke ist verschwunden und die Bewohner laufen durch die Gegend als gehöre ihnen die Welt.

Die Gang hat sich aufgelöst. Von vielen weiß man nicht was sie machen, einige haben Kinder und andere sind verschollen. Dann gibt es aber doch noch die eine Freundin, mit der man bis heute Kontakt hat und ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die dir gefühlt ein Leben lang treu bleiben. Danke!

Fotospots

Das Viertel ist wunderschön und gut geeignet zum Fotografieren. Fangen wir an beim Brunnen auf dem Platz zwischen Grünanlage und Spielplatz, vor der Schule, auf der Straße mit der Zionskirche im Hintergrund…
Augen auf und los!


Meine Freundin Kate (Katha) und ich

Mit meiner Freundin Kate bin ich bis heute oft unterwegs. Wir beide lieben Instagram und das Fotografieren, wie man vielleicht sieht – das ist jetzt natürlich ein indirekter Appell unsere Profile zu besuchen! Haha! Nein.

Kate und ich kennen uns seit der Grundschule. Sie war in meiner Parallelklasse. Wirklich zu tun hatten wir damals nicht miteinander und richtig entwickelt hat sich die Freundschaft erst, als wir auf unterschiedliche weiterführende Schulen gingen. Es hat vermutlich gefunkt, als wir gemeinsam beim Public Viewing während der Fußball Weltmeisterschaft 2006 waren (oh, das “schiefe Lächeln” ♥ ). Ich möchte nicht darüber nachdenken wie lange das her ist, weil ich mich sonst alt fühle – älter als ich so schon bin. Wow, das ist zwölf Jahre her!
Wir haben viele gemeinsame Momente erlebt – Liebeskummer, geklaute Handys, merkwürdige Partys und Konzerte, die dann doch abgesagt wurden, weil der Interpret keine Lust hatte (Oh, Usher, ich bin immer noch ganz traurig deswegen!).
Du merkst, es wird nie langweilig mit uns, eher im Gegenteil.

Eine Zeit lang wurde es still um uns. Jede musste zusehen, dass sie beruflich und privat vorankommt. Die Zeit war einfach zu knapp und ich muss gestehen, dass ich nach der Arbeit und/oder Uni zufrieden war, wenn ich mich auf mein Sofa plumpsen lassen kann. Diesen Sommer ist alles anders und wir haben uns vorgenommen mehr fotografieren zu gehen.

Foto ist ihr Hobby

Wir sind beide aktive Instagram-Suchtis. Kate ist mehr auf Make-Up spezialisiert, während ich gerne reise, esse und fotografiere was ich sehe. Da sich herausgestellt hat, dass meine Follower ebenfalls gerne sehen was für Blödsinn ich fabriziere und wie ich dabei aussehe, habe ich seit kurzem angefangen mehr Fotos von mir selbst zu posten und bekomme durchschnittlich, meines Erachtens, sehr gutes Feedback dafür. Es stellt sich mehr und mehr die Frage woher und wie ich an neues Material gelange. Selfies sind auf die Dauer langweilig. Zum Glück hat sich Kate genau dieselbe Frage gestellt und wir gehen jetzt regelmäßig fotografieren. Natürlich alles nur for the gram!

Do it for the gram!

Wir supporten uns gegenseitig, indem wir Fotos für unsere jeweiligen Instagram-Profile schießen gehen – oder auf instagramisch: shooten. Die tollen Fotos von mir, die nicht aus dem Selfiemodus stammen, sind also hauptsächlich von meinen Freunden gemacht worden – was für Mega-Talente, oder?


Das erste Mal ist nicht leicht

Du kennst das sicherlich: sobald du dein Instagram öffnest, siehst du ein perfektes Foto nach dem anderen. Versuchst du selbst, allein, solche Fotos zu erschaffen, dann sieht das irgendwie sehr amateurhaft aus. Bis auf die Selfies, ist es schwierig tolle Fotos zu bekommen und ständig mit Stativ zu arbeiten wirkt steif und unnatürlich.
Deswegen ist es toll, wenn man Freunde hat, die dasselbe Hobby haben – Fotografie. Und wo könnte man besser fotografieren als in Berlin, einer Stadt, die so vielfältig ist, dass ich morgens nicht mehr weiß wie ich heiße. Quatsch!

Es kostet Überwindung, das kann ich sagen! Mal davon abgesehen, dass dein Gegenüber sieht wie lustig du dich beim posen anstellst (so nenne ich das bezogen auf mich), weil du keine Model-Erfahrung hast oder ständig vorm Spiegel übst, ist es zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig. Als würden dich die anderen Menschen permanent merkwürdig anschauen, denn die gibt es bekanntlich auf der Straße in einer Millionenstadt.

Das Problem sind nicht die Menschen, sondern du selbst. Es ist dir peinlich und unangenehm. Doch ich denke, dass du dich nach und nach an die Situation gewöhnst und es dir bald nichts mehr ausmacht. Gucken die halt, mir doch egal! Do it for the gram!

Im Gegenteil es ist sogar toll! Deine Freundin sagt dir wie du deinen Arm halten sollst oder deine Beine in dem anderen Winkel besser aussehen. Ihr schaut euch die Fotos an und seid zufrieden, bevor du mit ein bisschen Bearbeitung noch mehr aus dem Bild herausholst.

Jetzt fehlen in der Tat die passende Location, Licht und natürlich ein Outfit. Na dann, mal los!

Ohne Background, keine Composition

Beim Outfit möchte ich dich nicht triggern – lauf so rum wie du willst, das mach ich schließlich auch. Das Licht kann ich dir auch nicht schmackhaft machen – wäre ja toll, wenn ich das Wetter beeinflussen könnte.

In Zeiten von Instagram wird es wichtiger, dass alles stimmt. Da müssen nicht nur das Outfit, Posing und Mimik stimmen, sondern auch die Location. Das Setting wird oftmals vergessen aber beeinflusst die Wahrnehmung ebenfalls. Streetstyle-Fashion-Blogger posten schließlich auch nicht ausschließlich Bilder vor weißen Wänden, oder? Es muss “authentisch” sein, eine Standardaussage, kennt jeder, oder? Vor allem aber muss es zu einem passen, zu dir! Deshalb poste ich nur Bilder, die ich mag und auf denen ich mich wohl fühle. Wenn der Ort mir zu gefährlich ist oder ich Angst habe, lass ich es bleiben. Es wirkt sich negativ auf die Ausstrahlung aus und das verfälscht wiederum das ganze Bild. Nicht “authentisch” eben.

Ich möchte dir Fotospots zeigen, die ich toll finde und für mich persönlich gut als Hintergrund geeignet sind, bist du dabei?


Berliner Mädchen unterwegs in Berlin

In meiner neuen Blogpost-Reihe geht es um Erfahrungen, die wir beim shooten auf der Straße machen – sowohl negativ als auch positiv – und Berliner Hotspots, die sich gut als Background eignen, um das Foto noch interessanter zu machen.

Mach dich gefasst auf amüsante Storys, gruselige Persönlichkeiten und natürlich Tipps zum Shooten!

Im nächsten Beitrag in 14 Tagen geht es um unsere Erfahrungen bei einem entspannten Abendspaziergang durch Mitte – bist du immer noch dabei?

Bis bald,

deine Julie 


Hast du Fragen oder Anregungen?

Dann hinterlass’ mir doch einen Kommentar oder schreib mir eine Mail an cheriexplore@gmail.com.

…Und wenn die Bahn mal wieder nicht kommt, schau auf Instagram vorbei und lass dich von mir berieseln!

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